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Paul Nizon, 1974
«Es ist trotz allem eine geheimnisvolle Lebenszugewandtheit um diesen selbstzerknirschten Pilger auf der ‹Reise ans Ende der Nacht›, in dem sich Hinfälligkeit mit Vitalitätsanfällen, Greisenzüge mit Jünglingszügen, Verdammnis und Reinheit, Verzweiflung und Gier, unbeherrschte Wut und Noblesse, Finsternis und Erleuchtung, Leiden und Lust nicht nur mischen und kreuzen, sondern in diffizilen Spannungsverhältnissen aushalten.»
Max Bill, 1979
«Er führte mich durch sein Haus. Ahnenbilder sahen mich an wie jene in den Ratshäusern, Waffen, die schon seit Jahrhunderten nicht mehr in Gebrauch zu sein schienen, hingen in der Halle (...). Dann sein Studierzimmer: viele Bücher: ein Mensch, der denkt und sich dokumentiert. Stösse von Manuskripten, Kästen voll Disapositive: ein Mensch, der sich vorbereitet, der ordnet, um seine Erkenntnisse weiterzugeben. Das ganze in einer Umgebung (...) ich musste an Spitzwegs Darstellungen denken.»
Otto Karl Werckmeister, 2005
«Max von Moos’ surrealistisch verschlüsselte Bilder zum Spanischen Bürgerkrieg und zum Zweiten Weltkrieg bezeugen ein verinnerlichtes Pathos fortschreitender Verdüsterung und mythischer Dämonisierung zeitgeschichtlicher Ereignisse, dem seit 1937 moderne Künstler in ganz Westeuropa nachhingen. Solche Maler, schrieb 1936 Walter Benjamin, ‹gehen nachts ans Werk, bei verhängten Fenstern›. Für sie ist die Versuchung‚ ‹nach der Natur zu malen› gering. Auch sind die fahlen Landstriche ihrer Bilder, die von Schemen oder Monstren bevölkert werden, nicht der Natur abgelauscht, sondern dem Klassenstaat.»
Emil Lerch, 1937
«Die bürgerlich-klassische Welt geht unter, wird zerschlagen, soweit sie überhaupt noch besteht. Eine neue, fast unbekannte, unüberblickbare Welt kündet sich an. Deshalb, und nicht nur aus formalen Gründen der Transparenz, neuartiger Überschneidung, überraschender Kombination, finden sich auf diesen Bildern immer wieder Trümmer, Fragmente, Läsionen vor. Sie stehen und liegen da als Chiffren des Untergangs wie die Ruinen der verschwundenen Feudalität. In ihnen stellt sich zugleich auch die Malerei selber in Frage, in ihnen schafft sie aber auch Bausteine zu neuen Tempeln, Zellen zu neuen Organen und Organismen.»
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