Malin Widén
Hochschule Luzern

Max von Moos-Förderpreis 2020

Die Max von Moos vergibt seit 2010 den Max von Moos-Förderpreis im Betrag von CHF 5000.– an eine Master-Studienabgängerin oder einen Studienabgänger in Fine Arts der Hochschule Luzern, Design & Kunst, mit dem Schwerpunkt »Art in Public Spheres und Art Teaching«.
Den diesjährigen Förderpreis 2020 vergibt die Max von Moos Stiftung an Malin Widén.

 

Malin Widéns Abschlussarbeit im Major Art Teaching mit dem Fokus Image Practices hat den Titel »Die Idee kommt beim Zeichnen«. Es ist im Kern ein experimentell-wissenschaftliches Cahier, das der Zeichnung neben der Sprache einen für unser Denken wesentlichen Status einräumt. Was zeichnendes Denken sein könnte ist Widén zum einen mit einem theoretisch wissenschaftlichen Blick auf ihre eigene zeichnerische Praxis angegangen, zum andern hat die praktisch künstlerische Arbeit ihr einen Zugang zu aktuellen Bildtheorien ermöglicht. Entstanden ist dabei die Einsicht, dass das Zeichnen, also das Vermögen, Denken in Bilder umzusetzen, eine zentrale Kulturtechnik darstellt. Diese sei, nach Widén, als Fach im Unterricht eher als gestalterische Technik situiert und nicht, wie die Sprache, als alle Lernprozesse begleitendes Instrument. Hier setzen denn auch ihre fachdidaktischen Überlegungen für den Unterricht an, die im durchwegs schön gestalteten Cahier mit Beispielen angereichert sind. Zudem hat sie mehrere kurze Videos ins Netz gestellt, in denen Widén eindrücklich zeigt, wie sie Bild und Sprache in ein durchdringendes Geflecht zu verwandeln vermag, das ein konzentriertes Zuhören und Sehen ermöglicht. Als Gegenüber – am Bildschirm – ist man angeregt und motiviert, gleich einen Stift in die Hand zu nehmen. Dem Stiftungsrat hat Malin Widéns Abschlussarbeit an der Schnittstelle von Kunst und Lehre ausserordentlich gefallen und er ist überzeugt, dass Max von Moos das ebenso gesehen hätte.

Wir gratulieren Malin Widén zu ihrer herausragenden Abschlussarbeit und freuen uns, ihr den diesjährigen Max von Moos-Förderpreis übergeben zu dürfen.

Christoph Lichtin, Stiftungsrat der Max von Moos Stiftung, 27. Juni 2020

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